Termine


Bis zur Eröffnung im Mai 2022: Jeden Dienstag mithelfen, damit die alten Schriften wieder zum Leben erweckt werden!

 

Aktueller Hinweis: Damit wir für unsere Gäste die nötigen Abstandsregeln gewährleisten können, ist eine vorherige schriftliche (info@buchdruckmuseum-soltau.de) oder telefonische (05191-3285) Anmeldung erforderlich. Außerdem bitten wir Sie, bei Ihrem Bleilaus-Besuch Ihre Mund- und Nasenbedeckung zu tragen.

 

Zeit:  dienstags von 14 bis 16 Uhr

Ort:  Kirchstraße 2, Soltau

Anmeldung:  Renate Gerstel, Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail:  info@buchdruckmuseum-soltau.de

Telefon:  0 51 91 – 32 85   

Webseite:  www.buchdruckmuseum-soltau.de

 

Kennen Sie den Unterschied zwischen Fraktur, Antiqua und Grotesk? Möchten Sie die Charaktere alter Schriften erforschen, vielleicht sogar etwas selbst ausprobieren? Sie brauchen keine Vorkenntnisse!

 

Der Umbau der neuen Räumlichkeit in der Soltauer Kirchstraße 2 ist fertig. Jetzt arbeiten wir an der Ausstattung. Dabei können Sie gern mithelfen. Es sind zum Beispiel viele alte Schriften in schönere Setzkästen umzulegen. Aber auch anderes steht an. Helfen Sie gern mit, damit wir ab Mai 2022 mit einer einsatzbereiten Ausstattung eröffnen können. „Die Bleilaus – Schrift- und Druckwelt“ soll neues Zuhause für eine Linotype-Setzmaschine, diverse Druckmaschinen und für weit mehr als hundert Schriften werden. Letztere gilt es dann wieder zu entdecken und Schönes damit entstehen zu lassen. Denn Sie wissen ja, Schriften haben so lebendige Charaktere wie Menschen. Sie spiegeln das Leben in seiner ganzen Spannweite wider. Sie können festlich, zart, streng, ernst, sachlich, verspielt, lustig und vieles mehr sein. Das wollen wir „Bleiläuse“ unter Beweis stellen und freuen uns, wenn Sie mithelfen. Ab Mai 2022 zeigen wir Ihnen dann wieder, wie Schriften wirken. Eine fette Western-Schrift eignet sich zum Beispiel nicht für eine Hochzeitseinladung. Eine kursive Antiqua oder eine feine Schreibschrift sind die bessere Wahl für den schönsten Tag im Leben, allerdings wieder ganz unpassend für ein Wahlplakat. Der eigenen Kreativität Ausdruck zu verleihen, geht besonders gut, wenn man die Schriften so einsetzt, dass sie den beabsichtigten Effekt erzielen. Die alten Bleilettern begreift dabei jeder im doppelten Sinn, nämlich mit Kopf und Hand. Schnell stellt sich dabei das Gefühl ein, ganz im Hier und Jetzt zu sein, denn das Setzen von Schriftzeilen verlangt Konzentration und Hingabe, ist wie eine kurze Meditation. Beim Drucken wird es dann richtig spannend. Wenn das Papier langsam von der Druckform abgelöst wird, ist es immer eine Überraschung. Jeder freut sich über sein eigenes kleines Kunstwerk. Oft blicken wir dabei in staunend-stolze Gesichter.

  

Wer mithelfen möchte, wird gebeten, sich über E-Mail oder telefonisch anzumelden (siehe oben). Wir freuen uns über eine Spende und über weitere Mitglieder. Seit 2018 ist die alte Buchdruckerkunst im Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Das ist Ansporn und Verpflichtung zugleich!