Pressemitteilungen

Bleiläuse tingeln durch die Heide-Region

 

Öffentliche Mitgliederversammlung am 27. November

 

Zwar soll die Erlebniswerkstatt „Die Bleilaus – Schrift- und Druckwelt“ in Soltau entstehen, die Gutenberg-Jünger verstehen sich aber als Einrichtung für den ganzen Heidekreis und die Region. „Wir sind inzwischen 60 Mitglieder, sogar aus den Nachbarkreisen sind aktive und passive dabei“, so Reinhard Riedel, 1. Vorsitzender der Bleiläuse. Immer wieder finden die Aktionen der Setzer und Drucker große Aufmerksamkeit. Die jüngsten öffentlichen Auftritte waren in der Samtgemeindebücherei Salzhausen, beim „Fest der Bildung und Kultur“ in Munster und beim Ahldener „Kleinen barocken Fest“.

In Salzhausen setzten Vorschulkinder ihre Namen mit Plastikbuchstaben und druckten sie zusammen mit Dinosaurierstempeln auf Karton. „Das macht richtig Spaß“, freute sich der 5-jährige Selvir. Grundschüler erfuhren das Wesentliche über Gutenbergs revolutionäre Erfindung und junge Migranten lernten die römische Schrift kennen. Dabei fassten sie große seitenverkehrte Lettern mit den Händen an, pressten das Schriftbild aufs Papier und bestaunten die seitenrichtigen Ergebnisse.

Auf dem „Fest der Bildung und Kultur“ in Munster hatte Drucker Fritz reichlich zu tun. „Ich habe mindestens 200 ‚Glaslandeplätze‘ mit Namen bedruckt“, berichtete er stolz nach getaner Arbeit. Normalerweise heißen sie Bierdeckel, aber mit Rücksicht auf Kinder wurden sie sprachlich „neutralisiert“. Auch die Schriftsetzer waren voll beschäftigt und besonders erfreut über einen spontanen Vereinseintritt eines Weiteren ihrer Zunft.

Mit ihrer altertümlichen Kleidung lagen die Schwarzkünstler beim „Kleinen barocken Fest“ in Ahlden goldrichtig und ergänzten den alten Handwerkermarkt. Auch hier gingen die Glaslandeplätze reißend weg. Das Projekt der Bleiläuse interessierte die Besucher. „Wir haben viele Flyer überreichen dürfen“, so Angelika Walter, die eine Walsroder Lehrerin als Mitglied gewinnen konnte. Die jährliche Mitgliederversammlung der Bleiläuse findet am 27. November um 18 Uhr im Soltauer „Fliegenden Klassenzimmer“ statt, Poststraße 7. Gäste sind wie immer willkommen, Kontakt zu den Bleiläusen: www.buchdruckmuseum-soltau.de

 

Pressemitteilung vom 14. Oktober 2018

Glücksfee Antonia zog gleich drei Gewinnerinnen

„Bleiläuse“ übergaben die Preise bei 1. Soltauer Glücksrallye

 

Gleich zu Beginn des Soltauer Lichterfest wurde es spannend. Gekleidet wie zu Gutenbergs Zeiten standen Mitglieder der Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau e.V. auf der großen Bühne, um die Gewinner öffentlich ziehen zu lassen. Der Buchdruckverein hatte die Glücksrallye organisiert mit Hilfe von großformatigen Leinwänden der Amateurfotografen Ines Hanke, Steffi Siemer, Marie Kalender, Steffi Gellweiler, Renate Gerstel, Lutz Tobias und Reinhard Riedel. Rund 250 Stadtbesucher hatten von Mitte Juli bis Ende August bei der Rallye mitgemacht. Sie mussten Wörter aus 20 seitenverkehrten Druckbuchstaben bilden, die neben den Fotos zum Thema „Glück“ in 20 Schaufenstern der Marktstraße zu sehen waren.

Die 5-jährige Antonia, gerade mit ihren Eltern im Urlaub, spielte die Glücksfee und zog gleich drei Gewinnerinnen aus der Guddi-Box des gemeinnützigen Vereins. Der 1. Preis, ein Einkaufsgutschein der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHG) von 100 Euro, ging an Renate Dreyer. Den 2. Preis, eine Familien-Jahreskarte der felto-Filzwelt, erhielt Antonia Rasmussen. Beide freuten sich riesig. Den 3. Preis, eine Tour durch Soltau mit Nachtwächter Willi für 2 Personen, bekam die 7-jährige Nora Buhr. Sie hatte sofort eine Idee, welche Freundin sie in Begleitung der Eltern auf die nächtliche Führung mitnimmt.

Die „Bleiläuse“, wie die Organisatoren nach ihrem Maskottchen Guddi Gutenberg humorvoll genannt werden, lieferten mit der Glücksrallye einen weiteren Beitrag zum Projekt „Soltau im Glück“, das von der Lebenshilfe angestoßen wurde. Möglich machten es die 20 Kaufleute in der Markstraße, indem sie ihre Schaufenster lange zum Ausstellen der Bilder zur Verfügung stellten, Werbung finanzierten und über die IHG sogar den 1. Preis spendeten.

Kleine Probleme gab es mit den seitenverkehrten großen Holzbuchstaben. Aber trotzdem fanden so gut wie alle die richtigen Lösungsworte. Sie lauten: „Bleilaus Guddi im Glück“ (www.buchdruckmuseum-soltau.de).

 

Pressemitteilung vom 17. September 2018

 

1. Soltauer Glücks-Rallye im Endspurt

Bleiläuse freuen sich, wenn auch Schulklassen „verkehrt herum“ lesen lernen

 

Nur noch bis zum 31. August können sich alle Begeisterten an der Glücks-Rallye durch die Markstraße auf die Suche nach den vier Lösungswörtern machen. Bereits jetzt ist der Sammelkarton der Bleiläuse bei „Intersport Lange“ gut gefüllt, aber die drei schönen Preise winken noch: 1. Preis ist ein 100-€-Einkaufsgutschein der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe Soltau, 2. Preis eine Familien-Jahreskarte der felto-Filzwelt und 3. Preis eine Tour mit Nachtwächter Willi für 2 Personen.

Wenn Schulklassen Lust und Zeit für eine Innenstadt-Tour haben, können sie bei dieser Such-Rallye nach den Glücks-Fotos und den seitenverkehrten Buchstaben nicht nur Spaß haben, sondern lernen auch das Lesen. „Und zwar ‚verkehrt herum‘ mit ca. 80 Jahre alten Original-Holzlettern, die früher im Buchdruck benutzt wurden“, erklärt Stefanie Gellweiler, Schriftenbeauftragte der Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau. In jedem der 20 Geschäfte liegen Teilnahmekarten. Wer insgesamt mindestens 30 Minuten Zeit hat, die 20 Schaufenster aufzusuchen, kann gespannt sein auf die Ziehung der Gewinner um 19.15 Uhr auf Bühne 2 beim Lichterfest am 1. September. „Eine junge Glücks-Fee aus der Zuschauermenge wird dann ihres schönen Amtes walten“, freuen sich die sieben Amateurfotografinnen und -fotografen Ines Hanke, Steffi Siemer, Marie Kalender, Steffi Gellweiler, Renate Gerstel, Lutz Tobias und Reinhard Riedel. Alle Fotos sind käuflich zu erwerben, nähere Informationen befinden sich auch auf den Zusatzschildern (Kontakt zu den Bleiläusen: www.buchdruckmuseum-soltau.de).

 

Pressemitteilung vom 21. August 2018

 

 

1. Soltauer Glücks-Rallye in der MarktstraßeBleiläuse und 7 Fotobegeisterte präsentieren 20 Bilder mit 20 Buchstaben

 

Zum Jahr „Soltau im Glück“ hat sich die Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau mit ihrem Maskottchen Bleilaus Guddi Gutenberg einen neuen Beitrag ausgedacht. Vom 16. Juli bis 31. August stellt der Verein in 20 Schaufenstern der Marktstraße je ein großes Foto aus. „Hier spiegelt sich das Thema Glück auf vielfältige Art und Weise“, freuen sich die sieben Amateurfotografinnen und -fotografen Ines Hanke, Steffi Siemer, Marie Kalender, Steffi Gellweiler, Renate Gerstel, Lutz Tobias und Reinhard Riedel. Zur Hälfte auch Mitglieder bei den Soltauer Bleiläusen haben sie großformatige Fotos für die Aktion zur Verfügung gestellt. Neben jedem Bild klebt auf einem Zusatzschild ein gut sichtbarer alter Holzbuchstabe – seitenverkehrt wie im Buchdruck. Die Fotos tragen jeweils eine Nummer. In jedem teilnehmenden Geschäft gibt es Glücks-Rallyekarten zum Ausfüllen. Zusammen ergeben die Such-Buchstaben vier sinnvolle Wörter. „Start ist bei der Buchhandlung Hornbostel, Ende beim Schuhhaus Schulz. Die Karten können dann gegenüber bei Intersport Lange in die ‚Bleilaus-Guddi-Box‘ geworfen werden“, erklärt Stefanie Gellweiler die Route.

 

Für die Aktion wurden dankenswerterweise drei Preise gestiftet. 1. Preis ist ein 100-€-Einkaufsgutschein der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe Soltau, 2. Preis eine Familien-Jahreskarte der felto-Filzwelt und 3. Preis eine Tour mit Nachtwächter Willi für 2 Personen. Die Gewinnerinnen bzw. Gewinner werden am 1. September beim Lichterfest im Böhmepark auf der Westbühne um 19 Uhr von einer kleinen Glücks-Fee gezogen. Alle Fotos sind käuflich zu erwerben, nähere Informationen befinden sich auch auf den Zusatzschildern.

 

Pressemitteilung vom 11. Juli 2018

 

 

Zum Bild:

Das Foto zeigt eine Auswahl der Glücks-Rallye-Bilder mit einigen Bleiläusen und Monika Ley-Kalender, Organisatorin der Aktion „Soltau im Glück“. V.l.n.r.: Stefanie Gellweiler, Renate Gerstel, Prof. Siegfried Sommer, Fritz van Rechtern, Reinhard Riedel, Dieter Janßen, Hans Zakrzewski, Monika Ley-Kalender (beim Fototermin leider verhindert: Ines Hanke, Steffi Siemer, Marie Kalender und Lutz Tobias).

 


Druckkunst gehört zum Immateriellen Kulturerbe

 Große Freude bei den „Bleiläusen“ der Soltauer Erlebniswerkstatt für Buchdruck

 

Die “Künstlerischen Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks und deren Mischformen‘‘ sind mit Beschluss der Deutschen UNESCO-Kommission im März 2018 in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Als Immaterielles Kulturerbe werden laut Wikipedia „kulturelle Ausdrucksformen bezeichnet, die unmittelbar von menschlichem Wissen und Können getragen, von Generation zu Generation weitervermittelt und stetig neu geschaffen und verändert werden“. Das Museum für Druckkunst Leipzig und der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) hatten sich gemeinsam stellvertretend für die gesamte Druckkunst erfolgreich um die Aufnahme beworben.

Von dieser hohen Anerkennung erfuhren die Soltauer Schwarzkünstler anlässlich der Eröffnungsfeier der Hamburger Messe „BuchDruckKunst“ im Museum der Arbeit durch den Technik- und Sozialhistoriker Dr. Jürgen Bönig. Er leitete 25 Jahre die Abteilung Grafisches Gewerbe im Museum der Arbeit Hamburg und ist jetzt tätig für die Stiftung Historische Museen Hamburg. Dr. Bönig überraschte die Anwesenden mit dieser Neuigkeit und betonte in einer engagierten Rede, dass die Druckkünstler und Buchdruckmuseen eine hohe Aufgabe erfüllten – die Bewahrung einer Kulturtechnik, die ohne sie unwiederbringlich verloren gehen würde. Er zitierte das Expertenkomitee der Deutschen UNESCO-Kommission und erklärte die Bedeutung des Verzeichnisses. „Die Liste wird geführt, damit eine praktische Tätigkeit von Menschen bewahrt und fortentwickelt wird, die gefährdet ist durch das Verschwinden technischer Praxis. Mit den alten Techniken und nur durch sie entstehen ganz neue Bilder und Bilderwelten, die es ohne die Anwendung der traditionellen Methoden nicht gäbe. Das gilt es, neuen Generationen zu vermitteln und die künstlerischen Drucktechniken als Kulturform über lebendige Angebote an Kinder und Jugendliche weiterzugeben.“

Reinhard Riedel, 1. Vorsitzende des Vereins „Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau“, sieht die scherzhaft „Bleiläuse“ genannten Engagierten genau auf diesem Weg. „Unsere Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche, einzelne Interessierte und kulturell orientierte Touristen. Künstler können sich im geplanten Museum in der Kirchstraße 2 entfalten und die nötigen Maschinen benutzen. Auch mit den schon seit 2016 stattfindenden Besuchen in Vorschulgruppen und Schulen sowie mit Druckvorführungen bei Veranstaltungen entsprechen wir Jünger Gutenbergs im Heidekreis den Ansprüchen eines lebendigen Kulturerbes.“ Sobald die Finanzierung des Projekts abschließend gesichert ist und die Bauarbeiten beginnen, beabsichtigen die Schwarzkünstler, das Logo des Bundesweiten Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes am Eingang ihrer „Bleilaus“, der künftigen „Schrift- und Druckwelt Soltau“ anzubringen.

 

Pressemitteilung vom 11. April 2018

Dr. Jürgen Bönig vor der Rotationsmaschine im Museum der Arbeit (Foto: Udo Mölzer)


„Die Bleilaus“ besucht Wolterdinger Vorschulkinder

Erzählen, singen, drucken und puzzlen mit GUDDI GUTENBERG

 

Emma, Fiete Hendrik, Luisa, Nicole, Nele und Tim hatten viel Spaß mit der Bleilaus, dem Maskottchen der Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau. Reinhard Riedel, 1. Vorsitzender des Buchdruckvereins, hatte das niedliche Tier in den DRK-Kindergarten „Alte Dorfschule“ nach Wolterdingen mitgebracht. Er erzählte, wie die Bleilaus ihren Namen „GUDDI GUTENBERG“ bekam. Über sie gibt es sogar ein Lied, das die Kinder schnell lernten und sangen. Anschließend setzten sie ganz konzentriert mit Gummistempeln ihre Namen und druckten sie in bunten Farben auf so viele Blätter wie Kinder mitmachten. So konnte jedes Kind die Namen aller kleinen Druckerinnen und Drucker mit nach Hause nehmen. Mit vielfarbigen Dinosaurierstempeln wurden die kleinen Schriftstücke aber zuvor noch verziert. Wer fertig war, durfte die Umrisse von „GUDDI“ auf einer Postkarte ausmalen. Zum Abschluss erhielten die Kinder noch ein kleines Tütchen Buchstabennudeln geschenkt. „Damit könnt ihr euren Namen puzzlen und sie anschließend in einer leckeren Suppe kochen.“

Nicht nur die Kinder waren ganz bei der Sache, auch der Vorsitzende der Soltauer Bleiläuse freute sich über die lehrreichen Erfahrungen der jungen Künstler. „Mit unseren Besuchen bei Vorschulgruppen wollen wir Kinder sinnlich an Schrift und die hohe Kulturtechnik des Druckens heranführen. Sie sollen das aktiv und spielerisch erleben. Wir waren schon in den Kitas von St. Johannis und der Lebenshilfe und freuen uns, dass unser Konzept so gut ankommt.“ Für diese Arbeit sind die Bleiläuse von den Lions-Clubs „Böhmetal“ und „Lüneburger Heide“ gefördert worden und können das Programm kostenlos anbieten.

 

Pressemitteilung vom 23. März 2018

Bild: Kleine Druckerinnen und Drucker des Wolterdinger DRK-   Kindergartens „Alte Dorfschule“ bei der Arbeit


Soltauer „Bleiläuse“ bedanken sich bei ihren Förderern Ehrenmitgliedschaft für Dr. Wolff-Martin und Dr. Martin Mundschenk

 
Vor kurzem gab es eine kleine Feierstunde in der Kirchstraße 2, der zukünftigen „Schrift- und Druckwelt Soltau“. 1. Vorsitzender Reinhard Riedel kam wie zwei weitere Vorstandsmitglieder im historischen Gewand, ganz wie zu Gutenbergs Zeiten. Gleich zwei gerahmte Ehrenmitgliedschafts-Urkunden hatte er im Gepäck. Sie wurden für Herrn Dr. Wolff-Martin und Herrn Dr. Martin Mundschenk getreu den Regeln der Buchdruckkunst von Setzermeister Oscar Wolff handgesetzt und mit einer alten Abzugsmaschine durch Fritz van Rechtern gedruckt, der seit November 2. Vorsitzender der „Bleiläuse“ ist. Riedel würdigte die Geehrten im Kreise mehrerer Soltauer Mitglieder des gemeinnützigen Vereins: „Sie stellen uns langfristig die Räumlichkeit mietfrei zur Verfügung, überlassen uns zwei Setzereien sowie eine wertvolle selten gewordene Setzmaschine als Dauerleihgaben und bieten uns Lagermöglichkeiten bis zur Fertigstellung. Ohne dies alles wäre die Idee einer Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum in Soltau Illusion geblieben.“  
Riedel erläuterte anhand einer Einrichtungsskizze die Gestaltung der 150 qm großen Räumlichkeit und die Kosten für den Umbau sowie die Ausstattung. Die benötigte Summe von 150.000 Euro wird aus verschiedenen „Töpfen“ stammen. Bei der EU-Förderstelle
„LEADER-Region Hohe Heide“ beantragt der Verein 90.000 Euro, wovon 20% aus anderen öffentlichen Mitteln kofinanziert werden müssen. Naheliegende Geldgeber wären hier die Stadt Soltau und der Heidekreis mit je 9.000 Euro. Sollte die Stadt kofinanzieren, wie sie es zum Beispiel im Juni 2017 bei der Wildtierhilfe Lüneburger Heide e.V. mit 18.900 Euro für die Unterbringung exotischer Tiere getan hat, würde aller Voraussicht nach der Heidekreis mit dem gleichen Betrag im Boot sein. „Wir hoffen sehr, dass uns der Stadtrat ebenso wohlwollend fördert“, so Riedel. Ein wichtiger Geldgeber ist zudem die Metropolregion Hamburg, die signalisiert hat, von den verbleibenden 60.000 Euro die Hälfte zu tragen. Den Antrag kann allerdings nicht der Verein stellen, sondern nur die Stadt. Wenn der Stadtrat dies für „Die Bleilaus – Schrift- und Druckwelt Soltau“ billigt, wäre die letzte wichtige Hürde genommen. Die erforderlichen Eigenmittel von 30.000 Euro stellt der Verein. Dank einer großzügigen Spende des Fördervereins der Soltauer Wirtschaft sowie der finanziellen Unterstützung verschiedener Organisationen können die „Bleiläuse“ diesen ansehnlichen Eigenanteil aufweisen. Spenden kamen z. B. von den Lions-Clubs Lüneburger Heide und Böhmetal sowie von Privatleuten. Die Kreissparkasse und die Stadtwerke haben zudem die Werbung unterstützt. „Unser Projekt ist eine touristische Rarität. Wir Bleiläuse nützen bereits jetzt Jung und Alt mit unserem mobilen Museum. Damit waren wir schon in Vorschulen, Schulen und weiteren Institutionen in Soltau und der Region. Besonders staunen Schülerinnen und Schüler über die alte Kunst.“

 

Renate Gerstel, zuständig für Mitgliederwerbung sowie Pressearbeit und neben Kassenwartin Anita Mosebach zweite Frau im Vorstand, ergänzte die Ausführungen: „Wir sind inzwischen auf 46 Mitglieder angewachsen. Neuerdings sind wir nicht nur bei Facebook, sondern haben auch eine Webseite (www.buchdruckmuseum-soltau.de), die unser Vorstandsmitglied Benjamin Hering aus Bad Fallingbostel eingerichtet hat.“
Um sich Gewissheit zu verschaffen, dass sie in der Bevölkerung gewollt sind, kamen die
„Bleiläuse“ auf die Idee einer Unterschriftensammlung. „Wir stoßen auf hohe Zustimmung und haben schon rund 1.000 Unterschriften aus Soltau und dem Heidekreis. Sobald wir 1.440 voll haben, hören wir auf. Das entspricht dem Jahr 1440, als Johannes Gutenberg die bewegliche Bleiletter und wichtige Werkzeuge und Verfahren des Buchdrucks erfand“, so Gerstel. Nicht zu vergessen sei, dass vor kurzem - am 3. Februar 2018 - der 550. Todestag dieses genialen Medienrevolutionärs war.
Zum Abschluss verwies Gerstel auf eine Reihe kommender Veranstaltungen der Schwarzkünstler: 19. März Vorschulgruppe in der Kita Wolterdingen, 24. März Gruppenfahrt zur Messe „BuchDruckKunst“ im Museum der Arbeit in Hamburg, 8. und 9. Mai Workshops in den BBS Soltau, im Juni Buchdruck in der Bücherei Salzhausen und am 24. Juni, dem Johannistag, Drucken auf dem Soltauer „Schnäppchenmarkt“ unter dem Motto „Soltau im Glück“. In Planung sind außerdem die erneute Teilnahme am Sommerfest des Bürgerhauses Munster, an der 3. Ausbildungs- und Fachkräftemesse „work & life“ vom 13. bis 15. September in Bad Fallingbostel sowie eine mehrtägige Aktion vor historischem Hintergrund anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Soltauer Salzsiedervereins. Jeden Dienstag kann man die „Bleiläuse“ von 14 bis 16 Uhr in der provisorischen Kellerwerkstatt in der Winsener Straße 34B besuchen.

 

Pressemitteilung vom 21. Februar 2018

Bild 1, v.l.n.r.: Jürgen Frost, Hans Zakrzewski, Jutta Graeve-Wölbling, Elisabeth Encke, Oscar Wolff, Fritz van Rechtern, Reinhard Riedel, Dr. Martin Mundschenk, Dr. Wolff-Martin Mundschenk, Jürgen Müller, Benjamin Hering, Renate Gerstel