Pressemitteilungen

1. Soltauer Glücks-Rallye in der MarktstraßeBleiläuse und 7 Fotobegeisterte präsentieren 20 Bilder mit 20 Buchstaben

 

Zum Jahr „Soltau im Glück“ hat sich die Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau mit ihrem Maskottchen Bleilaus Guddi Gutenberg einen neuen Beitrag ausgedacht. Vom 16. Juli bis 31. August stellt der Verein in 20 Schaufenstern der Marktstraße je ein großes Foto aus. „Hier spiegelt sich das Thema Glück auf vielfältige Art und Weise“, freuen sich die sieben Amateurfotografinnen und -fotografen Ines Hanke, Steffi Siemer, Marie Kalender, Steffi Gellweiler, Renate Gerstel, Lutz Tobias und Reinhard Riedel. Zur Hälfte auch Mitglieder bei den Soltauer Bleiläusen haben sie großformatige Fotos für die Aktion zur Verfügung gestellt. Neben jedem Bild klebt auf einem Zusatzschild ein gut sichtbarer alter Holzbuchstabe – seitenverkehrt wie im Buchdruck. Die Fotos tragen jeweils eine Nummer. In jedem teilnehmenden Geschäft gibt es Glücks-Rallyekarten zum Ausfüllen. Zusammen ergeben die Such-Buchstaben vier sinnvolle Wörter. „Start ist bei der Buchhandlung Hornbostel, Ende beim Schuhhaus Schulz. Die Karten können dann gegenüber bei Intersport Lange in die ‚Bleilaus-Guddi-Box‘ geworfen werden“, erklärt Stefanie Gellweiler die Route.

 

Für die Aktion wurden dankenswerterweise drei Preise gestiftet. 1. Preis ist ein 100-€-Einkaufsgutschein der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe Soltau, 2. Preis eine Familien-Jahreskarte der felto-Filzwelt und 3. Preis eine Tour mit Nachtwächter Willi für 2 Personen. Die Gewinnerinnen bzw. Gewinner werden am 1. September beim Lichterfest im Böhmepark auf der Westbühne um 19 Uhr von einer kleinen Glücks-Fee gezogen. Alle Fotos sind käuflich zu erwerben, nähere Informationen befinden sich auch auf den Zusatzschildern.

 

Pressemitteilung vom 11. Juli 2018

 

 

Zum Bild:

Das Foto zeigt eine Auswahl der Glücks-Rallye-Bilder mit einigen Bleiläusen und Monika Ley-Kalender, Organisatorin der Aktion „Soltau im Glück“. V.l.n.r.: Stefanie Gellweiler, Renate Gerstel, Prof. Siegfried Sommer, Fritz van Rechtern, Reinhard Riedel, Dieter Janßen, Hans Zakrzewski, Monika Ley-Kalender (beim Fototermin leider verhindert: Ines Hanke, Steffi Siemer, Marie Kalender und Lutz Tobias).

 


Druckkunst gehört zum Immateriellen Kulturerbe

 Große Freude bei den „Bleiläusen“ der Soltauer Erlebniswerkstatt für Buchdruck

 

Die “Künstlerischen Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks und deren Mischformen‘‘ sind mit Beschluss der Deutschen UNESCO-Kommission im März 2018 in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Als Immaterielles Kulturerbe werden laut Wikipedia „kulturelle Ausdrucksformen bezeichnet, die unmittelbar von menschlichem Wissen und Können getragen, von Generation zu Generation weitervermittelt und stetig neu geschaffen und verändert werden“. Das Museum für Druckkunst Leipzig und der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) hatten sich gemeinsam stellvertretend für die gesamte Druckkunst erfolgreich um die Aufnahme beworben.

Von dieser hohen Anerkennung erfuhren die Soltauer Schwarzkünstler anlässlich der Eröffnungsfeier der Hamburger Messe „BuchDruckKunst“ im Museum der Arbeit durch den Technik- und Sozialhistoriker Dr. Jürgen Bönig. Er leitete 25 Jahre die Abteilung Grafisches Gewerbe im Museum der Arbeit Hamburg und ist jetzt tätig für die Stiftung Historische Museen Hamburg. Dr. Bönig überraschte die Anwesenden mit dieser Neuigkeit und betonte in einer engagierten Rede, dass die Druckkünstler und Buchdruckmuseen eine hohe Aufgabe erfüllten – die Bewahrung einer Kulturtechnik, die ohne sie unwiederbringlich verloren gehen würde. Er zitierte das Expertenkomitee der Deutschen UNESCO-Kommission und erklärte die Bedeutung des Verzeichnisses. „Die Liste wird geführt, damit eine praktische Tätigkeit von Menschen bewahrt und fortentwickelt wird, die gefährdet ist durch das Verschwinden technischer Praxis. Mit den alten Techniken und nur durch sie entstehen ganz neue Bilder und Bilderwelten, die es ohne die Anwendung der traditionellen Methoden nicht gäbe. Das gilt es, neuen Generationen zu vermitteln und die künstlerischen Drucktechniken als Kulturform über lebendige Angebote an Kinder und Jugendliche weiterzugeben.“

Reinhard Riedel, 1. Vorsitzende des Vereins „Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau“, sieht die scherzhaft „Bleiläuse“ genannten Engagierten genau auf diesem Weg. „Unsere Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche, einzelne Interessierte und kulturell orientierte Touristen. Künstler können sich im geplanten Museum in der Kirchstraße 2 entfalten und die nötigen Maschinen benutzen. Auch mit den schon seit 2016 stattfindenden Besuchen in Vorschulgruppen und Schulen sowie mit Druckvorführungen bei Veranstaltungen entsprechen wir Jünger Gutenbergs im Heidekreis den Ansprüchen eines lebendigen Kulturerbes.“ Sobald die Finanzierung des Projekts abschließend gesichert ist und die Bauarbeiten beginnen, beabsichtigen die Schwarzkünstler, das Logo des Bundesweiten Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes am Eingang ihrer „Bleilaus“, der künftigen „Schrift- und Druckwelt Soltau“ anzubringen.

 

Pressemitteilung vom 11. April 2018

Dr. Jürgen Bönig vor der Rotationsmaschine im Museum der Arbeit (Foto: Udo Mölzer)


„Die Bleilaus“ besucht Wolterdinger Vorschulkinder

Erzählen, singen, drucken und puzzlen mit GUDDI GUTENBERG

 

Emma, Fiete Hendrik, Luisa, Nicole, Nele und Tim hatten viel Spaß mit der Bleilaus, dem Maskottchen der Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau. Reinhard Riedel, 1. Vorsitzender des Buchdruckvereins, hatte das niedliche Tier in den DRK-Kindergarten „Alte Dorfschule“ nach Wolterdingen mitgebracht. Er erzählte, wie die Bleilaus ihren Namen „GUDDI GUTENBERG“ bekam. Über sie gibt es sogar ein Lied, das die Kinder schnell lernten und sangen. Anschließend setzten sie ganz konzentriert mit Gummistempeln ihre Namen und druckten sie in bunten Farben auf so viele Blätter wie Kinder mitmachten. So konnte jedes Kind die Namen aller kleinen Druckerinnen und Drucker mit nach Hause nehmen. Mit vielfarbigen Dinosaurierstempeln wurden die kleinen Schriftstücke aber zuvor noch verziert. Wer fertig war, durfte die Umrisse von „GUDDI“ auf einer Postkarte ausmalen. Zum Abschluss erhielten die Kinder noch ein kleines Tütchen Buchstabennudeln geschenkt. „Damit könnt ihr euren Namen puzzlen und sie anschließend in einer leckeren Suppe kochen.“

Nicht nur die Kinder waren ganz bei der Sache, auch der Vorsitzende der Soltauer Bleiläuse freute sich über die lehrreichen Erfahrungen der jungen Künstler. „Mit unseren Besuchen bei Vorschulgruppen wollen wir Kinder sinnlich an Schrift und die hohe Kulturtechnik des Druckens heranführen. Sie sollen das aktiv und spielerisch erleben. Wir waren schon in den Kitas von St. Johannis und der Lebenshilfe und freuen uns, dass unser Konzept so gut ankommt.“ Für diese Arbeit sind die Bleiläuse von den Lions-Clubs „Böhmetal“ und „Lüneburger Heide“ gefördert worden und können das Programm kostenlos anbieten.

 

Pressemitteilung vom 23. März 2018

Bild: Kleine Druckerinnen und Drucker des Wolterdinger DRK-   Kindergartens „Alte Dorfschule“ bei der Arbeit


Soltauer „Bleiläuse“ bedanken sich bei ihren Förderern Ehrenmitgliedschaft für Dr. Wolff-Martin und Dr. Martin Mundschenk

 
Vor kurzem gab es eine kleine Feierstunde in der Kirchstraße 2, der zukünftigen „Schrift- und Druckwelt Soltau“. 1. Vorsitzender Reinhard Riedel kam wie zwei weitere Vorstandsmitglieder im historischen Gewand, ganz wie zu Gutenbergs Zeiten. Gleich zwei gerahmte Ehrenmitgliedschafts-Urkunden hatte er im Gepäck. Sie wurden für Herrn Dr. Wolff-Martin und Herrn Dr. Martin Mundschenk getreu den Regeln der Buchdruckkunst von Setzermeister Oscar Wolff handgesetzt und mit einer alten Abzugsmaschine durch Fritz van Rechtern gedruckt, der seit November 2. Vorsitzender der „Bleiläuse“ ist. Riedel würdigte die Geehrten im Kreise mehrerer Soltauer Mitglieder des gemeinnützigen Vereins: „Sie stellen uns langfristig die Räumlichkeit mietfrei zur Verfügung, überlassen uns zwei Setzereien sowie eine wertvolle selten gewordene Setzmaschine als Dauerleihgaben und bieten uns Lagermöglichkeiten bis zur Fertigstellung. Ohne dies alles wäre die Idee einer Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum in Soltau Illusion geblieben.“  
Riedel erläuterte anhand einer Einrichtungsskizze die Gestaltung der 150 qm großen Räumlichkeit und die Kosten für den Umbau sowie die Ausstattung. Die benötigte Summe von 150.000 Euro wird aus verschiedenen „Töpfen“ stammen. Bei der EU-Förderstelle
„LEADER-Region Hohe Heide“ beantragt der Verein 90.000 Euro, wovon 20% aus anderen öffentlichen Mitteln kofinanziert werden müssen. Naheliegende Geldgeber wären hier die Stadt Soltau und der Heidekreis mit je 9.000 Euro. Sollte die Stadt kofinanzieren, wie sie es zum Beispiel im Juni 2017 bei der Wildtierhilfe Lüneburger Heide e.V. mit 18.900 Euro für die Unterbringung exotischer Tiere getan hat, würde aller Voraussicht nach der Heidekreis mit dem gleichen Betrag im Boot sein. „Wir hoffen sehr, dass uns der Stadtrat ebenso wohlwollend fördert“, so Riedel. Ein wichtiger Geldgeber ist zudem die Metropolregion Hamburg, die signalisiert hat, von den verbleibenden 60.000 Euro die Hälfte zu tragen. Den Antrag kann allerdings nicht der Verein stellen, sondern nur die Stadt. Wenn der Stadtrat dies für „Die Bleilaus – Schrift- und Druckwelt Soltau“ billigt, wäre die letzte wichtige Hürde genommen. Die erforderlichen Eigenmittel von 30.000 Euro stellt der Verein. Dank einer großzügigen Spende des Fördervereins der Soltauer Wirtschaft sowie der finanziellen Unterstützung verschiedener Organisationen können die „Bleiläuse“ diesen ansehnlichen Eigenanteil aufweisen. Spenden kamen z. B. von den Lions-Clubs Lüneburger Heide und Böhmetal sowie von Privatleuten. Die Kreissparkasse und die Stadtwerke haben zudem die Werbung unterstützt. „Unser Projekt ist eine touristische Rarität. Wir Bleiläuse nützen bereits jetzt Jung und Alt mit unserem mobilen Museum. Damit waren wir schon in Vorschulen, Schulen und weiteren Institutionen in Soltau und der Region. Besonders staunen Schülerinnen und Schüler über die alte Kunst.“

 

Renate Gerstel, zuständig für Mitgliederwerbung sowie Pressearbeit und neben Kassenwartin Anita Mosebach zweite Frau im Vorstand, ergänzte die Ausführungen: „Wir sind inzwischen auf 46 Mitglieder angewachsen. Neuerdings sind wir nicht nur bei Facebook, sondern haben auch eine Webseite (www.buchdruckmuseum-soltau.de), die unser Vorstandsmitglied Benjamin Hering aus Bad Fallingbostel eingerichtet hat.“
Um sich Gewissheit zu verschaffen, dass sie in der Bevölkerung gewollt sind, kamen die
„Bleiläuse“ auf die Idee einer Unterschriftensammlung. „Wir stoßen auf hohe Zustimmung und haben schon rund 1.000 Unterschriften aus Soltau und dem Heidekreis. Sobald wir 1.440 voll haben, hören wir auf. Das entspricht dem Jahr 1440, als Johannes Gutenberg die bewegliche Bleiletter und wichtige Werkzeuge und Verfahren des Buchdrucks erfand“, so Gerstel. Nicht zu vergessen sei, dass vor kurzem - am 3. Februar 2018 - der 550. Todestag dieses genialen Medienrevolutionärs war.
Zum Abschluss verwies Gerstel auf eine Reihe kommender Veranstaltungen der Schwarzkünstler: 19. März Vorschulgruppe in der Kita Wolterdingen, 24. März Gruppenfahrt zur Messe „BuchDruckKunst“ im Museum der Arbeit in Hamburg, 8. und 9. Mai Workshops in den BBS Soltau, im Juni Buchdruck in der Bücherei Salzhausen und am 24. Juni, dem Johannistag, Drucken auf dem Soltauer „Schnäppchenmarkt“ unter dem Motto „Soltau im Glück“. In Planung sind außerdem die erneute Teilnahme am Sommerfest des Bürgerhauses Munster, an der 3. Ausbildungs- und Fachkräftemesse „work & life“ vom 13. bis 15. September in Bad Fallingbostel sowie eine mehrtägige Aktion vor historischem Hintergrund anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Soltauer Salzsiedervereins. Jeden Dienstag kann man die „Bleiläuse“ von 14 bis 16 Uhr in der provisorischen Kellerwerkstatt in der Winsener Straße 34B besuchen.

 

Pressemitteilung vom 21. Februar 2018

Bild 1, v.l.n.r.: Jürgen Frost, Hans Zakrzewski, Jutta Graeve-Wölbling, Elisabeth Encke, Oscar Wolff, Fritz van Rechtern, Reinhard Riedel, Dr. Martin Mundschenk, Dr. Wolff-Martin Mundschenk, Jürgen Müller, Benjamin Hering, Renate Gerstel